Forschungsdaten sind Belege, die zur Beantwortung von Forschungsfragen herangezogen werden. Sie können in vielfältiger Form vorliegen – etwa als Dokumente, digitale Dateien oder physische Objekte – und lassen sich grundsätzlich in zwei Haupttypen unterteilen: numerische (quantitativ) und beschreibende (qualitativ) Daten.
Forschende erheben Daten mithilfe unterschiedelicher Methoden, darunter Experimente, Beobachtungen, Computersimulationen oder Interviews. Darüber hinaus können Daten aus bereits vorhandenen Quellen stammen. Dabei wird zwischen folgenden Kategorien unterschieden:
- Primärdaten: unmittelbar vom Forschenden selbst erhobene Daten
- Abgeleitete Daten: aus Primärdaten gewonnene, weiterverarbeitete oder analysierte Daten
- Bestehende Daten: aus externen Quellen übernommene Daten
Forschungdaten dienen den Forschenden als Grundlage zur Stützung Ihrer wissenschaftlichen Aussagen. Beispiele hierfür sind Statistiken, Abbildungen, Audiomaterial, Interviewtranskripte, Umfrageergebnisse, Feldnotizen, Interpretationen, Kunstwerke, Archivmaterialien, Fundgegenstände, veröffentlichte Texte, Bücher oder Manuskripte.
Als Forschungsdaten gilt grundsätzlich jedes Material, das Forschende als Evidenz zur Untermauerung Ihrer Ergebnisse verwenden - unabhängig von seiner Form und Herkunft.